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Emoticon 20.02.2008, 15:58:42
Hallo.Ich melde mich jetzt seit langem wieder aus (wo sonst sollte ich sonst sein) Spital. Und ich habs so satt. Jede verdammte Minute habe ich das Gefühl, gleich durchzudrehen, denn es geht mir außer schlecht nur schlecht. Ich kam am Mittwoch in der Früh wegen extremen Nasenbluten ins Spital, dort wurde ein geplatztes Blutgefäß diagnostiziert. Nicht weiter schlimm. Am nächsten Tag bekam ich dann Blutkonzentrate (es dauert immer einen Tag bis die da sind, wenn sie bestellt wurden), weil meine Blutwerte niedrig waren. Am Freitag musste ich dann entgültig ins Spital, auch wegen niedrigen Blutwerten. Im Nachhinein gut, denn noch in noch in der selben Nacht erbrach ich zwei Mal Blut. Meine Sonde verabschiedete sich dabei. Ich bekam das Wochenende so viele Blutkonzentrate, ich kann sie schon gar nicht mehr zählen. Am Sonntag reagierte ich dann noch auf eine Konzentzrat, bekam einen schmerzenden Ausschlag und Teile meines Körpers schwollen an. Zum Glück gibts für solche Fälle ein
Gegenmittel. Am Montag hatte ich dann eine Gastroskopie (unter Narkose) wo sie meinen Magen mit einer Kamera anschauten. Sie fanden auch eine Magenblutung und spritzten dort Adrenalin, dass die Gefäße verängen sollte. Und ich bekam eine neue Sonde, eine größere, die nur zum abrinnen da ist, falls noch Blut austritt. Die tut ständig sehr, sehr weh. Jetzt werde ich noch für unbestimmte Zeit drin bleiben müssen, denn vielleicht fängt das ganze noch mal an zu bluten, und dann muss ich ins AKH ums veröden zu gehen. Das können die hier nämlich nicht machen. Bis jetzt habe ich nicht geblutet, aber mein Stuhl ist immer noch schwarz vom alten Blut. Essen kann ich fast gar nichts, über die Sonde bekomm ich auch nichts. Und nur von breiiger Schonkost wird man auch nicht richtig satt.
Ich verzweifle hier drin. Ich lebe nur bis zur nächsten Blutabnahme, in der Hoffnung, dass keine Blutung mehr auftritt und sie mich irgendwann vielleicht doch endlich heimlassen.
 
Emoticon 01.02.2008, 11:51:58
Hallo. Ich war genau zwei Tage zu Hause. Zwei Tage!! Und dann kam die mobile Pflegeschwester und immer noch ist alles in Ordnung. Und vielleicht eine Viertelstunde danach fange ich an, sehr, sehr starke Bauchschmerzen zu haben, direkt unter meiner Narbe. Und ab ins Spital! Dort bekomme ich einen Venflon (wenn ich doch schon mal so nett vorbeischaue) und ein Arzt nach den anderem schaut sich meinen Bauch an. Keiner hat eine Ahnung was los ist. Danach wurde ich zum Ultraschall geschickt, schon in dem Wissen, dass ich die Nacht wieder drin verbringen durfte, weil ich so starke Schmerzen hatte. Beim Ultraschall kommt dann raus dass ich sehr viel Luft im Bauch habe (warum weiß ich bis jetzt nicht). Mhm. Ich bekomme ein Mittel und am nächsten Tag ist es ein bisschen besser. Und wieder Untersuchungen: Lungenröntgen, Darmröntgen, Herzecho, Stuhlprobe,usw... Und weil' s so schön ist noch einen Einlauf (das war dann aber fast schon eine Erleichterung). Der Oberarzt ließ uns dann ausrichten, er
möchte mich noch eine Nacht drinbehalten. Nur um uns dann zwei Minuten später wieder ausrichten zu lassen, er habe sich gerade alle Befunde angeschaut, und da nirgends (wie ich ja eh erwartet hatte, aber mir glaubt ja keiner) was Auffälliges war, durfte ich doch schon heimgehen. Sowas von unnötig. Ich spüre zwar jetzt noch ein leichtes Ziehen in der Seite, aber das wird schon besser. Und Chemo ist auch nächste Woche am Mittwoch.
 
Emoticon 29.01.2008, 14:08:16
Hallo! Jetzt melde ich mich mal wieder von sehr, sehr anstrengenden fünf Tagen. Am Donnerstag war die EOP da, und rief uns am Nachmittag an, wir sollten sofort ins St. Anna kommen. Die Blutwerte wären so schlecht dass ich Konzentrate bräuchte. Und wir sollten uns auf einen längeren Aufenthalt einstellen. Das war ja klar. Kaum scheint nach Wochen endlich mal wieder die Sonne (letzten Donnerstag und Freitag zumindest) muss ich ins Spital. Dort erklärte mir der Oberarzt dann, wahrscheinlich muss ich bis Dienstag noch drin bleiben. Obwohl ich keinen Entzündungswert hätte. Aber alle wichtigen Blutwerte waren so unter dem Normalwerten, dass ich insgesamt zwei mal Thrombos, einmal ein Erykonzentrat und täglich Antibiotika bekommen habe. Die einzigen Schmerzen, die ich zu der Zeit hatte, waren aber wie üblich nur im Mund, und die legten sich dank den Antibiotika rasch. Am Samstag hatte ich dann sicherheitshalber noch ein Lungenröntgen, war aber nichts besonderes festzustellen. Und ich bekomme
jetzt eine Physiotherapeutin, die zu mir nach Hause kommt. Bin ich froh, denn ich kann kaum noch alleine Stiegen steigen. Die war übrigens sehr überrascht, als sie hörte, dass der Oberarzt gesagt hätte, ich müsste mit Dienstag als Entlassungstag rechnen, denn wer Ärzte kennt, weiß, dass sie sich immer nur sehr vage ausdrücken, und nie genaue Termine nennen. Die Blutwerte müssen also wirklich sehr schlecht gewesen sein. Trotzdem stiegen sie wieder an und ich durfte sogar schon gestern wieder heim. Immerhin.
 
Emoticon 20.01.2008, 14:41:17
Was ich noch vergessen habe: wir haben während der Chemo den Antrag für die 4- wöchige Kur gestellt. Mit ein bisschen Glück bekommen wir sie schon für Juni.
Meine Mama und ich haben uns für Tannheim entschieden, das im Schwarzwald liegt (ich war eh noch nie in Deutschland). Blöd das es in Österreich keine so eine Kur gibt.
Naja, wird sicher sehr schön werden!!
 
Emoticon 20.01.2008, 14:33:45
Hallo! Chemo ist geschafft! Und was für eine Chemo... Angefangen hat es damit, dass ich am Mittwoch in der Früh in die Tagesklinik gekommen bin, und (aus welchem Grund auch immer) mich gleich mal heftig übergeben musste. Obwohl noch nicht mal Venflonstechen war! Naja, dabei hat sich jedenfals die Sonde verabschiedet. Beim Würgen ist sie in den Mund gekommen und ich habe sie bei der Nase rausgezogen. Ist gar nicht so schlimm wie es klingt, wenn man sie mal im Mund hat, ist es wie ein Reflex sie ganz rauszuziehen. Naja, ohne Sonde hatte ich dann Chemo. Am nächsten Tag (wo ich normalerweise immer gehen darf nach der letzten Chemospritze) weckten mich die Lieben auf und verkündeten mir, dass sie mir jetzt gleich eine neue Sonde legen wollten. Das ärgerte mich sehr, denn ich weiß aus Erfahrung, dass ich mindestens drei Tage nach einer Chemo immer noch brechen muss. Trotzdem kam die Sonde rein. Kleines Problem: die Kurznarkose war anscheinend so kurz, dass sie nicht gewirkt hat. Ich wurde
zwar müde, hab aber alles gehört und gespürt. Juchhu. Aber es war nicht so schlimm, man spürt es nur bei der Nase und im Hals. Später am Nachmittag erklärten mir die Ärzte dann, sie hätten Angst dass irgendwas zu Hause passieren könnte (die haben jetzt noch Angst wegen dem Zwischenfall bei der 2. Chemo nach der OP) und ließen mich einen Tag länger drin. Jaaaa! Genauso mag ich das. Wenigstens ließen sie mich dann endlich gehen. Die Sonde bleib dafür drin! Das lag aber nur daran, dass ich während einer Chemo nix esse. Solange ich nur würge und nichts raufkommt, bleibt sie drin. Zu Hause hilft sie unglaublich. Mir geht es jetzt im Gegensatz zu den letzten Chemos wirklich besser, denn sobald ich Hunger habe, krieg ich die Sondennahrung. Solange ich nichts essen kann. Aber das geht jetzt auch schon wieder langsam. Seeehr langsam.